Dienstag, 23. Februar 2016

Bumerangferse ❤️ Tipps und Tricks



Die Bumerangferse ist eigentlich ganz einfach. Leider enstehen oft am Übergang von Ferse zu den Maschen des Spanns kleine lästige Löcher. Aber es gibt ein paar Tricks, mit denen es ein bisschen besser aussieht.

Die Bumerangferse wird über die 1. und 4. Nadel gestrickt.
Bei der ersten Hinreihe alle Maschen rechts stricken und dann wenden.


Rückreihe: die erste Masche als Doppelmasche abheben. Dazu den Faden vor die Nadel legen und die erste Masche abheben, dabei den Faden fest nach hinten ziehen. Die Masche wird so über die Nadel nach hinten gezogen und liegt doppelt.


Alle weiteren Maschen links stricken und wenden.


Hinreihe: Die erste Masche wieder als Doppelmasche abheben und die folgenden Maschen bis auf die Doppelmasche der Rückreihe rechts stricken. Die Doppelmasche nicht mit stricken und wenden.


Die Hinreihe wie oben beschrieben wiederholen.
Die Doppelmaschen nicht mitstricken.


Die Hin- und Rückreihen so oft wiederholen, bis ihr jeweils 1/3 Doppelmaschen, 1/3 normal Maschen und 1/3 Doppelmaschen auf der Nadel liegen habt. Weil es anschaulicher ist habe ich die Maschen auf drei Nadeln verteilt.


Jetzt werden zwei Runden rechte Maschen über alle Maschen gestrickt, auch die der Nadeln 2 und 3.
Dabei werden die Schlaufen der Dopelmaschen zusammen gestrickt. Dazu die Maschen gleichmäßig auf 4 Nadeln verteilen.



Jetzt kommt Trick Nr. 1!
Nachdem ich alles Maschen der 1. Nadel abgestrickt habe, stricke ich noch 2 Maschen der 2. Nadel auf die erste Nadel. Dadurch ist die Fadenspannung gleichmäßiger als wenn man jetzt die Nadel wechselt.


Auf der anderen Seite der Ferse nehme ich aus dem gleichen Grund die letzten beiden Maschen der 3. Nadel auf die 4. und stricke sie erst dann rechts ab.


In der 2 Runde wieder alle Maschen rechts stricken.
Meistens ensteht jetzt zwischen den 2 Maschen der 3. Nadel und den (Doppel-) Maschen der 4. Nadel das unschöne Loch. Auch wenn es auf dem nächsten Bild sehr klein ist wäre ist später deutlich sichtbar.


Es gibt aber zwei Tricks, so dass die Löcher etwas kleiner sind.
Entweder man sticht bei der zweiten Masche eine Reihe tiefer ein und strickt die Masche rechts ab...


oder, man strickt 2 Maschen rechts und nimmt dann aus dem Querfaden eine Masche verschränkt zu. Dieses eignet sich besonders bei sehr dünnen Garn. Diese zusätzlich Masche nehme ich wieder ab wenn die Ferse fertig ist.


Anschließend wir der zweite Teil der Ferse gestrickt. Dazu werden die Maschen der 1. und 4. Nadel wieder auf einer Nadel gestrickt.

Achtung: die ersten 2 Maschen (wenn ihr aus dem Querfaden eine Masche zusätzlich zugenommen habt sind es 3 Maschen) und die letzen beiden Maschen bleiben einfach auf der Nadel liegen und werden nicht für die Ferse mitgestrickt, deshalb werden sie unten auch nicht extra erwähnt!

Hinreihe: 2/3 der Maschen + eine zusätzliche Masche rechts stricken und wenden.
Rückreihe: Die erste Masche als Doppelmasche abheben, die mittleren (normalen) Maschen + eine weiter Masche links stricken und wenden.


Hinreihe: Die erste Masche als Doppelmasche abheben. Die nächsten Maschen, die Doppelmasche und eine weitere Masche rechts stricken, wenden.
Rückreihe: Die erste Masche als Doppelmasche abheben. Die nächsten Maschen, die Doppelmasche und eine weitere Masche links stricken, wenden.


Diese beiden Reihen so oft wiederholen bis folgende Maschen auf den Nadel liegen:
2 bzw. 3 rechte Maschen, 1 Dopelmaschen, x rechte Maschen, 1 Doppelmasche, 2 rechte Maschen

Jetzt ist die Ferse fertig. In der nächsten Runde werden die Schlaufen der letzten beiden Doppelmasche wieder als eine Masche abgestrickt und falls ihr eine Masche aus dem Querfaden zugenommen habt, nehmt ihr sie jetzt wieder ab. Ich stricke immer noch ein paar Runden mit den zusätzlichen Maschen bevor ich sie wieder auf die 2. und 3. Masche zurück schiebe.

Meine Ferse sieht jetzt so aus:
1. und 2. Nadel ...




3. und 4. Nadel ...




Hoffentlich konnte ich euch weiter helfen und ihr seid nicht von den ganzen Bildern erschlagen worden. Nächste Woche kommt die Spitze dran und dann ist die Socke fertig.


P.S. Das Muster ist eine Variante meiner ersten Sockenanleitung, die es noch diesen Monat bei Dawanda geben wird.

Kommentare:

  1. Hallo Kerstin,
    das hast du sehr gut erklärt und ich werde deinen Trick mal bei der nächsten Auftragssocke, die vor mir liegt, anwenden.
    Die Zeit läuft und schon bald sitzen wir im Zug. Ich freue mich auch.
    Ganz liebe Grüsse
    Lydia

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  2. Vielen vielen Dank für die tolle Anleitung

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  3. Tolle Anleitung!
    Bis jetzt sind mir diese kleinen Löcher noch nicht so aufgefallen.
    Ich habe jetzt schon das 1. Paar Socken mit dem norwegischen Anschlag gestrickt, doch, ich muß zugeben, so gefällt er mir echt gut.
    Vielen Dank

    Jeannette

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  4. Liebe Kerstin,

    Deine Anleitung ist grandios. Was für eine mega Arbeit du dir gemacht hast!Danke

    In den letzten Tagen hatte keine Zeit bei dir vorbei zu sehen.

    sei lieb Gegrüsst von Conny

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  5. Vielen Dank für die große Mühe. Das werde ich mal sicher versuchen.

    Grüße Ramgad

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  6. Klasse erklärt! mach ich allerdings schon alles und bin trotzdem manchmal nicht ganz glücklich… also weitermachen :-)
    Aber jetzt strick ich erst mal ein Tuch!
    Liebe Grüße vom See …
    Claudia

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  7. ...die Bumerangferse mag ich auch am Liebsten.Sie sitzen einfach prima! Wenn ich die doppelten Maschen schon straff arbeite werden auch fast nie Löcher. Deine Sockenbeispiele haben mich auch schon mehrmals zu Mustern inspiriert. Besonders gefallen mir die farbigen Fersen.
    herzlich, marit

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  8. Vielen Dank für die Tipps. Das mit der zugenommenen Masche hatte ich für mich selbst schon gemacht, sie aber sofort wieder abgestrickt. Die Idee mit den 2 M. rüber heben auf Nd. 1 und 4 werde ich in jedem Fall mal ausprobieren. Toll!

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  9. Hallo Kerstin, versuch die Bumerangferse mal mit Shadowwraps statt mit Doppelmaschen. Ich hab festgestellt, dass dann beide Seiten einheitlicher aussehen.

    Deine Tricks zur Lochvermeidung werde ich bei der nächsten mal ausprobieren.

    Liebe Grüße
    Corinna

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    1. Hallo Corinna!
      Danke für den Tipp, dass werde ich mir mal anschauen. Mittlerweile gibt es bei mir glücklicherweise keine öcher mehr.
      Liebe Grüße
      Kerstin

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  10. Hallo Kerstin,
    prima Anleitung und wunderschöne Socken. Du strickst, wie ich nach der ersten verkürzten Reihenserie noch zwei Reihen über alle Maschen. Will ich das Muster im Spann ununterbrochen weiterführen, muss ich einen Spannfaden in der Ferse mitführen. das macht alles unelastisch. Ich habe den Faden auch schon im Nachhinein in der Fersenmitte gekappt und vernäht. Geht, aber wie machst du das?
    Liebe Grüße Therese

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    1. Manchmal mogel ich und stricke keine zwei Reihen über alle Maschen, dann muss man die Löcher später zunähen ... nicht sehr elegant. Meine aktuellen Muster sind nicht durchgängig und wenn doch, stricke ich eine Käppchenferse.
      Ganz liebe Grüße
      Kerstin

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  11. Vielen Dank, dann war mein Kopfzerbrechen also berechtigt. Käppchenferse hatte ich bisher auch bei den Norwegersocken. Schöne Adventszeit wünsche ich.

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  12. Danke stricke schon sehr lange Socken aber dein pfifiger Trick ist Klasse !!!
    DANKE
    Ganz liebe Grüße Kamari

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  13. Ich stricke bei Socken nur die Bummerangferse und nehme auch in der ersten Runde an Der "Lochstelle" eine M verschränkt zu und lasse diese zusätzlichen Maschen auf der 2. und 3. Nadel. Wenn dann die ganze Ferse fertig ist und man wieder in Runden strickt, ergibt sich wieder so ein langer Faden, der dann ein Loch ergibt. Hier arbeite ich oft noch mal aus dem Querfaden oder noch eine Reihe tiefer eine verschränkte Masche. Da ich nicht so schlanke Beine habe, brauche ich diese zusätzlichen Maschen, aber dadurch verschwinden auch die Löcher.

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Vielen Dank für deine netten Worte♥